Teil 1 »Gott mit uns !« Das schwierige Erbe des Nationalprotestantismus - 01.10.21 13.50 Uhr Tillmann Bendikowski

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Tillmann Bendikowski: Gottes Krieger und der
Glaube an die Unbesiegbarkeit

»Gott mit uns !«
Das schwierige Erbe des
Nationalprotestantismus
Die Potsdamer Garnisonkirche, deren Kirchturm gegenwärtig
wieder aufgebaut wird, steht nach Ansicht der Bauherr*innen
für » christlich verantwortetes Handeln für die Gemeinschaft,
für die Verbindung von christlichem Glauben und
›preußischen Tugenden.‹« Was ist damit gemeint? Und ist die
Begründung für die Wiedererrichtung der Garnisonkirche als
nationaler Erinnerungsort der Bundesrepublik Deutschland
überzeugend?
Das Symposium will die Frage nach dem Zusammenhang von
Nationalismus und Protestantismus erörtern. Kann der »Mythos
Preußen« auch unter demokratischen Bedingungen eine
Rolle spielen und inwieweit kommt in ihm nationalprotestantisches
Gedankengut zum Tragen?
Neben den historischen Gegenständen sollen bei der zweitägige
Konferenz Anfang Oktober 2021 ideologische Fragen
zum Verhältnis von Religion und Politik zur Sprache kommen.
Das Symposium will ein allgemeines Publikum ansprechen,
die Einzelvorträge der ausgewiesenen Expertinnen werden
mit Kommentaren und moderierten Diskussionen in einen
allgemeineren Zusammenhang gerückt.
Schließt den ersten Tag eine Podiumsdiskussion ab, soll es
am zweiten ein auf eine breite Öffentlichkeit abzielendes Gespräch
über die Bedeutung von christlichen Nationalsymbolen
in der Gegenwart geben.

Die Ehe von Thron und Altar
Die protestantische Kirche legitimierte erst in Preußen und
dann im Deutschen Reich die monarchische Herrschaft als
gottgegeben. Kirche, Staat und Militär gingen eine enge
Verbindung ein. Gemeinsam galt ihnen das Christentum als
Motivation und Begründung von Kriegen und eines übersteigerten
Nationalismus.

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