Listiger Ehebruch und göttliche Intervention - Märe oder Bibeldichtung?

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Das anonym überlieferte Märe "von einem plinten" ('Die Buhlschaft auf dem Baume') aus der Mitte des 15. Jahrhunderts beginnt märentypisch: Eine schöne junge Frau betrügt ihren blinden und eifersüchtigen Mann mit einem Studenten. Kurios wird es, als auf einmal auch Jesus Christus und dessen Jünger Petrus die Erzählung betreten. Jesus wirkt ein Wunder, erteilt Petrus eine Sündenlehre ... aber keine der Figuren wird für ihr unchristliches Verhalten bestraft. Ist der Text also 'nur' ein Märe, oder lassen sich hier auch Elemente von Bibeldichtung finden? Über diese Frage diskutieren Hanna Poloschek, Annika Palm und Prof. Michael Mecklenburg.

Textgrundlage: Grubmüller, Klaus (Hg.): Novellistik des Mittelalters. Berlin: 2011 (DKV im Taschenbuch 47).
Genannter Aufsatz: Schlechtweg-Jahn, Ralf: Gott erzählen. Überlegungen zum Religiösen in der Buhlschaft auf dem Baum In: Wagner, Silvan (Hg.): Mären als Grenzphänomen. Berlin: Lang 2018 (Bayreuther Beiträge zur Literaturwissenschaft 37), S. 257-275.

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Kategorien: Studium u. Lehre

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