Medien TIERGERECHTHEIT - Verbesserung der Tiergerechtheit in der intensiven Schweinehaltung

  • 546
  • 0
  • 0
Share

Das Wildschwein verbringt etwa 75% seiner aktiven Zeit mit der Suche und Aufbereitung von Nahrung. In dieser Zeit durchstreifen die Tiere ihr Revier auf der Suche nach schmackhafter energiereicher Nahrung. Da das Wildschwein ein sehr breites Nahrungsspektrum von sowohl pflanzlichen als auch tierischen Komponenten hat, sind auch die Maßnahmen, die das Tier ergreifen muss um an diese Nahrung letztlich fressen zu können entsprechend vielfältig. Das Wildschwein lässt sich von seinem sehr gut ausgeprägten Geruchssinn leiten, durchwühlt die obere Bodenschicht, gräbt mit den Vorderläufen, geht ein paar Schritte weiter, wühlt wieder und ist dabei oft lange damit beschäftigt die Nahrung in einen „verzehrsfertigen Zustand“ zu bringen. Das Hausschwein hingegen, hat in der Intensivhaltung auf Vollspaltenböden keine Möglichkeit dieses ihm angeborene Verhalten auszuüben, da entsprechende Reize und Materialien vollständig fehlen. Diese Mischung aus mangelnder Befriedigung physischer Bedürfnisse und aufkommender Langeweile führt in Kombination mit anderen Faktoren wie ungünstigem Stallklima, räumlicher Enge etc. in vielen Beständen zu unerwünschtem Verhalten wie Schwanz- und Ohrenbeißen. In diesem Projekt wird eine technische Wühlmöglichkeit entwickelt und erprobt, die es den Schweinen ermöglichen soll, die wichtigste Komponente ihres Normalverhaltens, das Wühlen, ausleben zu können und so das Auftreten von unerwünschten Verhaltensweisen einzudämmen. Hierzu wurde ein federbelasteter Körper aus Polyurethan, der sogenannte „Wühlkegel“ entwickelt.

Zeige mehr

0 Kommentare

Es gibt noch keine Kommentare. Fügen Sie einen Kommentar hinzu.

Video CMS powered by ViMP (Corporate) © 2017, 2016, 2015, 2014, 2013, 2012, 2011, 2010