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„Hotspots, ein Déjà-vu in der europäischen Geschichte?“

Hotspots bergen für Asylsuchende eine große Ungewissheit, keiner weiß wie lange er noch dort verweilt und was anschließend mit ihm passieren wird. Verstärkt wird diese prekäre Lebenslage durch die unzureichenden humanitären Zustände innerhalb des Lagers. „Für Geflüchtete sind die Camps zwar kontrollierte, aber nahezu offene Orte, eine Art offene Internierungslager“. Einige Geistliche und Politiker gehen sogar soweit, dass sie Parallelen zu den humanitären Zuständen aus den Konzentrationslagern zu den Hotspots von heute sehen. Daher haben wir unseren Film dem kritischen Hinterfragen verschrieben.

Der Grundgedanke war, Zitate von Menschen mit Fluchterfahrung sowie aktuellen Politikern, Geistlichen und Holocaust-Überlebenden mit Bildern, unter anderem aus den Hotspots, zu verknüpfen, um den Anschein zu erwecken, dass diese im Zusammenhang mit der Flüchtlingskrise getroffen wurden. In einem späteren Teil des Films werden die Zitate dann den tatsächlichen Personen zugeordnet. Das erhoffte Resultat ist, dass das Publikum sich über die teils täuschend ähnliche Wortwahl der verschiedenen Parteien (Holocaust-Opfer, Flüchtlinge, Politiker) bewusst wird.

Der Film soll die Zuschauer bewegen, sich kritisch mit dem Thema zu beschäftigen, weil es verschiedene Meinungen zu dieser Polemik gibt. Wir versuchen mit dieser Frage nicht, die zwei Sachverhalte exakt gleichzustellen oder zu behaupten, dass dies der Fall ist. Zum einen möchten wir die verschiedenen Parallelen darstellen und zum anderen möchten wir, dass die Zuschauer reflektieren, ob es treffend wäre, die in der Überschrift aufgeführte Frage mit einem „Ja“ oder einem „Nein“ zu beantworten.

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